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Berliner Reigenwww.berliner-reigen.de (Die Seite zum Film) Lili geht am Monbijou-Park am Strich. Sie wird von ihrem Kunden, den Drogendealer Maik um den Lohn betrogen. Maik legt wenig später eine ukrainische Asylantin aufs Kreuz. Das ukrainische Mädchen putzt im Haus eines Konzertmanagers und wird da vom Sohn des Hauses angemacht. Der Sohn verführt eine verheiratete Frau aus dem Bekanntenkreis seiner Eltern. Die verheiratete Frau hat den Seitensprung mit ihrem Ehemann, einem Zahnarzt, zu bewältigen. Der Zahnarzt träumt davon, sich für die Untreue seiner Frau durch eine Affäre mit seiner süßen Arzthelferin zu rächen. Die süße Arzthelferin ihrerseits macht sich an den Promi-Fotografen heran. Der Fotograf hat ein inniges Verhältnis mit einer Schauspielerin. Alle Figuren treffen bei einer Vernissage des Fotografen nochmals aufeinander. Dort widmet sich die Schauspielerin intensiv dem Sponsor der Veranstaltung, dem feinsinnigen Spross einer traditionsreichen Industriellenfamilie. Dieser landet schließlich, so will es das Prinzip des "Reigens", in einem abgefuckten Wohnzimmer am Matratzenlager der Gelegenheitsprostituierten Lili. Zur Entstehung des Projekts:Der Berliner Reigen ist eine Gemeinschaftsarbeit von Schauspiel- und Drehbuchstudenten der HFF. Als dramaturgisches Gerüst diente Arthur Schnitzlers "Reigen", ein Staffettenlauf von Liebesbeziehungen durch die Wiener Gesellschaft der Jahrhundertwende. Angeregt durch Ophüls Verfilmung des Stückes begannen die Schauspieler damit, Figuren aus dem heutigen Berlin zu erfinden, die in dieses Gerüst passen würden. Sie improvisierten Szenen. Die Drehbuchstudenten schauten zu, regten an, schrieben an den Szenen weiter. Am Schluss koordinierte der Regisseur die verschiedenen Handlungsstränge und fügte den Rahmen - einen Eislaufplatz - dazu. Die Entwicklung des Drehbuchs fand im Sommer 2005 statt. Gedreht wurde der Film an Original-Motiven in Berlin und Brandenburg in 25 Drehtagen im Winter 2005/06. Insgesamt standen nur 40 000 Euro als Budget zur Verfügung, dafür aber eine gewaltige Portion von idealistischem Einsatz. Ein Höhepunkt des Films ist eine Vernissage, in der die Figuren der Episoden zusammengeführt werden. Dafür stellte der Berliner Fotograf Joachim Gern (von ihm stammt auch das Titelfoto) seine Fotos zur Verfügung. Die Szene konnte noch im ehemaligen "Palast der Republik" realisiert werden, buchstäblich wenige Tage bevor der Abriss begann. Für die Postproduktion wurde der hohe technische Standard der HFF genützt, gemischt wurde auf dem "modernsten Mischpult" Europas. |
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