Ralph und Carol
von Joe DiPietro mit Otto Schek als Ralph Bellini, Christine Ostermayer als Carol Reynolds, Ingrid Burkhard als Rose Tagliatelle und Thomas Weinhappel / Alexander Kaimbacher / Klemens Sander als Junger Mann. Rolf Langenfass Bühnenbild und Kostüme. Musikalische Leitung Anna Sushon.
Die Liebe kennt kein Alter: Der Witwer Ralph lernt im Park Carol kennen und findet sie einfach hinreißend. Trotz Ralphs direkter, etwas mürrischer Art zeigt sich auch Carol sehr interessiert. Bald schon lernt man sich näher kennen. Ralphs Schwester Rose, die ihm den Haushalt führt, beobachtet argwöhnisch das „junge Glück“ und verteidigt ihr Zusammenleben mit Ralph.
Kurier
Eine Liebesgeschichte, die ganz schlicht, ganz ehrlich, ganz wundervoll ist. Was Schenk und seine beiden kongenialen Kolleginnen Christine Ostermayer und Ingrid Burkhard zeigen, lässt das Herz jedes Theater-, und Opernliebhabers garantiert höherschlagen. Wenn etwa der vielfache MET-Regisseur Schenk über den Zauber der MET und die Oper im allgemeinen räsoniert, kommt auch Rührung auf. Denn man merkt, wie sehr der große Schauspieler die Oper tatsächlich liebt.
Schenk gelingt zudem das Kunststück, diesen Ralph auf Freiersfüßen vollkommen unpeinlich darzustellen. Selbst eine - angedeutete - Liebesszene mit Carol (anfangs hinreißend schnippisch, später schön wahrhaftig: Christine Ostermayer) wirkt in ihrer Zartheit und Unschuld ganz natürlich. Eine fabelhafte Leistung beider Künstler. Den köstlichen Gegenpol zu den beiden Turteltauben bildet Ingrid Burkhard als resolute, vom Schicksal geprüfte Rose mit Mut zur Hässlichkeit und Härte. Dieses Trio rührt, verführt, ja bezaubert in jeder Phase. Gut auch die Idee, mit Thomas Weinhappel einen (guten) Sänger als Ralphs junges Alter Ego auf die Bühne zu bringen, schön auch die Musikauswahl. Lohnend.
(Kurier)
Premiere
27.Jänner
2011 an den Wiener Kammerspielen.
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